Haarwachstum und Haarwachstumsphasen

Die Kopfhaare eines Menschen wachsen pro Jahr um bis zu 15 cm, im Monat durchschnittlich 1 cm und am Tag zwischen 0,2 und 0,35 mm. Zwischen einzelnen Menschen bestehen jedoch oft Unterschiede, welche allerdings größtenteils minimal sind und im Millimeterbereich liegen.
Verantwortlich für das Haarwachstum - oder auch den Haarausfall - ist der Haarfollikel, der sich in der mittleren Hautschicht befindet und das Haar dort mit Blut versorgt. Er ist sehr empfindlich und reagiert bei Störungen mit eingeschränkter Aktivität, was ein verlangsamtes Haarwachstum zur Folge hat oder mit Haarausfall, der durch eine gesteigerte Aktivität bedingt ist.

Die Wachstumsphasen

Das Wachstum der Kopfhaare des Menschen ist in drei verschiedenen Phasen oder Zyklen eingeteilt - die Anagenphase, die Katagenphase und die Telogenphase:

Die Anagenphase

Die erste dieser drei Phasen ist die Anagenphase, in welcher sich die neue Haarwurzel bildet. Hier beginnt die allgemeine Produktion des Haares. Die bei jedem Menschen erblich vorgegebene Dauer dieser Phase beträgt zwischen drei und sechs Jahren (oft werden auch zwei bis acht Jahre angegeben). Durchschnittlich befinden sich ungefähr 85 - 90 % der menschlichen Kopfhaare in diesem Stadium. Die Anagenphase wird auch Wachstumsphase genannt.

Die Katagenphase

Diese zweite Phase wird meist als Übergangsphase bezeichnet. Die Zellproduktion im Bildungsbereich des Haares wird eingestellt, sodass sich die Haarfollikel im unteren Bereich verengen. Da sich das Haar von der Haarpapille löst, verkümmert es danach direkt. Die Haare in dieser Phase, die zwischen mehreren Wochen bis zu drei Monaten dauern kann, nennt man Beethaare. Üblicherweise befindet sich etwa 1 % der menschlichen Kopfbehaarung in dieser Phase.

Die Telogenphase

Dies ist die Ruhe- oder auch Endphase des menschlichen Haarwachstums. Sie beschreibt den Vorgang der Erneuerung der Haarpapille und der Regeneration des Haarfollikels. Durch Zellteilung im Bildungsbereich des Haares kann wieder ein neues Haar entstehen. Bis zu 18 % der menschlichen Kopfhaare können sich in der Telogenphase befinden, normalerweise sind es 13 %. Man nennt diese Haare Kolbenhaare.

Normaler täglicher Haarverlust

Viele Menschen sind besorgt, wenn sie sich die Haare kämmen oder morgens auf ihr Kopfkissen blicken und dort ausgefallene Haare vorfinden. Die Befürchtung ist, dass man unter Haarausfall leidet. Dies ist meistens ein Trugschluss, denn ein Verlust von etwa 100 Haaren pro Tag ist durchaus normal. Dies wird durch die drei Wachstumsphasen erklärt, die sich wiederholen, da nach der letzten Phase, der Telogenphase, wieder ein neues Haar entstehen kann. Und so werden auch die meisten Haare, die im Alltag ausgefallen sind, wieder ersetzt, sodass keine Anzeichen für eine Erkrankung an Haarausfall vorliegen. Werden jedoch regelmäßig deutlich mehr als 100 ausgefallene Haare vorgefunden, ist es sehr wahrscheinlich, dass eine Erkrankung vorliegt.

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