Diffuser Haarausfall

Die Bezeichnung "diffus" passt auf diese Art des Haarausfalls. Diffuser Haarausfall beginnt nicht stets an bestimmten Stellen des Kopfes, die Haare fallen vielmehr diffus an verschiedensten Stellen aus. So diffus wie das Erscheinungsbild dieses Haarausfalls sind auch seine Ursachen: Zu ihnen gehört beispielsweise eine für den Haarwuchs ungünstige Ernährung, auch Stress wird als einer mehrerer Faktoren genannt. In jedem Fall verkürzt sich der Wachstumszyklus des Haares, die Haare treten schneller aus der Anagenphase (Wachstumsphase) in die Katagen- (Übergangsphase) und anschließend in die Telogenphase (Endphase) ein. Das Haar fällt frühzeitig aus. Abhilfe schafft unter anderem eine Zusatzversorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen.

Was ist diffuser Haarausfall?

Diffuser Haarausfall unterscheidet sich wesentlich von beispielsweise der hormonell und erblich bedingten Variante. Hormoneller und erblich bedingter Haarausfall beginnt meist am Stirnansatz und an den Schläfen und nimmt fast ausschließlich bereits erforschte und dokumentierte Verläufe. Vom diffusen Haarausfall lässt sich so etwas nicht sagen. Das Haar dünnt ganz allgemein auf der Kopfhaut aus, ohne dass allgemeingültig festgelegt werden kann, wo der Haarausfall beginnt und wie er sich entwickelt.

Die Ursachen diffusen Haarausfalls

Die Bedeutung der Ernährung wurde ja bereits angesprochen: Eisen- und Zinkmangel kommen als Ursache für diffusen Haarausfall ebenso in Betracht wie beispielsweise ein Mangel an Vitamin B - Komplexen. Andere mögliche Ursachen sind Stress, eine Fehlfunktion der Schilddrüse, Infektionen, die Einnahme bestimmter Medikamente und - insbesondere bei Frauen - auch hormonelle Umstellungen, etwa nach einer Schwangerschaft oder durch die Wechseljahre. Vielfach führen die angeführten Ursachen zu reversiblem Haarausfall, das Haar wächst also irgendwann nach. Das ist allerdings nicht immer der Fall und selbst zeitweiliger Haarausfall kann zu starkem Leidensdruck führen. Eine Rücksprache mit einem Arzt ist bei diffusem Haarausfall allein schon durch die Vielfalt möglicher Ursachen empfehlenswert.

Geeignete Therapien

Die geeignete Therapie gegen diffusen Haarausfall hängt natürlich von der Ursache des Haarausfalls ab. Entsteht er etwa durch Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse, so muss die Fehlfunktion der Schilddrüse mit geeigneten Medikamenten bekämpft werden. Die Therapie sollten mit dem Arzt abgesprochen werden. Gleiches gilt, wenn Infektionen zu diffusem Haarausfall führen, etwa die Wund- oder die Gürtelrose. Nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren kann ein Abfall des Östrogenwertes im Körper den Haarausfall auslösen. Das Haar wächst fast immer wieder nach. Wer solange nicht warten möchte, kann den Östrogenabfall mit geeigneten Haarwuchsmittteln wieder ausgleichen, beispielsweise mit einem klinisch getesteten Koffein-Shampoo.

Medikamente und Tinkturen bei Nährstoffmangel

Bei Nährstoffmangel als Ursache für den diffusen Haarausfall helfen neben einer Umstellung der Ernährung auch verschiedene Mittel, die die Nährstoffzufuhr zu den Haarwurzeln steigern. Zu diesen Mitteln gehört etwa das Medikament Provillus, das die Haarwurzeln beispielsweise mit Vitamin B6, Zink und Magnesium versorgt. Zusätzliche Nährstoffe werden dem Haar auch durch die Viviscal Haarkur zugeführt, in der verschiedene Algenextrakte gemischt wurde. Algen sind besonders reich an Nährstoffen. Die Haarkur wird oral eingenommen und wirkt so innerhalb des Körpers.

Speziell für Frauen wurde Priorin entwickelt: Das Präparat besteht aus L-Cystin, Panthothensäure, Hirseextrakt und Weizenkeimöl. Bei L-Cystin handelt es sich um eine Aminosäure, Panthothensäure gehört zu den B-Vitaminen. Die Kombination B-Vitamine und Aminosäuren wurde speziell bei Frauen mit diffusem Haarausfall getestet: Das Universitätsspital Zürich fand dabei heraus, dass sich die Anzahl der Haare in der Wachstumsphase durch die Wirkstoff-Kombination auf einen Wert von über 80% aller Kopfhaare einpendelte. Bei der Kontrollgruppe, die keine Aminosäure-VitaminB-Kombination bekam, blieb der Anteil dieser Haare bei 75,3%, was einen signifikanten Unterschied ausmacht.

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