Alopecia areata - der kreisrunde Haarausfall

Ein vielleicht etwas einprägsamerer Ausdruck für Alopecia Areata ist kreisrunder Haarausfall. So genannt wird diese Art des Haarausfalls, weil sie tatsächlich häufig zu runden haarlosen Stellen am Kopf führt. Die Alopecia Areata kann jedoch Haare am ganzen menschlichen Körper betreffen. Die gute Nachricht: Die kreisrunden haarlosen Stellen bleiben meist nicht dauerhaft. Die schlechte Nachricht: Alopecia Areata kann danach jedoch erneut auftreten. Wer etwas gegen diesen Haarausfall unternehmen möchte, kann auf Allergie auslösende Medikamente setzen oder auf Mittel, die die Durchblutung fördern.

Wie entsteht Alopecia Areata?

Bei der Alopecia Areata handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine so genannte Autoimmunreaktion. Bei Autoimmunreaktionen greifen körpereigene Abwehrzellen andere Zellen des menschlichen Körper an. Im Fall der Alopecia Areata sind dies die Zellen der Haarfollikel, also der Einstülpungen der Kopfhaut, in denen die Haare wurzeln. Etwa eine Million Menschen in Deutschland leiden an dieser Art des Haarausfalls. Warum sich die Abwehrzellen gegen die eigenen Haarfollikel wenden, ist bis heute nicht geklärt, ebenso wenig, ob diese Theorie der Autoimmunreaktion wirklich völlig richtig ist. Vermutet werden auch erbliche Faktoren bei der Entstehung der Alopecia Areata, die bei einigen Familien häufiger auftritt als bei anderen. In jedem Fall entstehen auch Entzündungen. Wie bereits angedeutet, wachsen die Haare an den kahlen Stellen meist nach einigen Monaten wieder nach, allerdings ist eine erneut auftretende Alopecia Areata danach sehr häufig. Bleiben die kahlen Stellen über einen längeren Zeitraum nimmt allerdings die Wahrscheinlichkeit zu, dass die haarlosen Stellen ohne geeignete Maßnahmen dauerhaft bleiben. In einigen Fällen entsteht durch eine Alopecia Areata eine so genannte Alopecia totalis mit Ausfall aller Kopfhaare oder gar eine Alopecia universalis, bei der die gesamte Behaarung des Körpers ausfällt.

Geeignete Therapien - Allergieauslöser

Diphenylcyclopropen (DCP) ist ein Stoff, auf den fast alle Menschen allergisch reagieren. Er kann dazu verwendet werden, bewusst recht harmlose allergische Reaktionen des menschlichen Körpers zu erzeugen und die Abwehrstoffe dadurch quasi abzulenken. Bisher ist DCP allerdings nur in Hautkliniken erhältlich. Die Therapie mit DCP ist eine Langzeittherapie. Erfolg ist bei bis zu 60% derjenigen zu verzeichnen, die an Alopecia Areata leiden und DCP dagegen nutzen. Bei vielen Fachleuten ist diese Therapieform allerdings umstritten.

Durchblutung fördern

Eine andere Methode, um gegen Alopecia Areata anzukämpfen, ist der Einsatz von Mitteln, die die Kopfhaut stärker durchbluten und dadurch reizen.

Perücken, Toupets und Transplantationen

Ähnlich wie bei anderen Formen des Haarausfalls, helfen auch bei der Alopecia Areata Perücken und Toupets, kahle Stellen am Kopf zu kaschieren. In heutiger Zeit haben Sie eine Qualität erreicht, mit der sich Toupet- oder Perückenträger äußerlich kaum von Menschen mit echten Haaren unterscheiden. In manchen Fällen helfen auch Haartransplantationen, deren Kosten allerdings nur in Ausnahmefällen von den Krankenkassen übernommen werden.

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